Der Reeder C. Woermann war von 1870 bis 1880 erster Aufsichtsrats-vorsitzender der Commerz- und Disconto-Bank.
1870 | Am 26. Februar gründen Kaufleute, Merchantbanker und Privatbankiers die „Commerz- und Disconto-Bank in Hamburg“ in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Zu den beteiligten Firmen gehören: Conrad Hinrich Donner, Carl Geo. Heise, Hesse Newman & Co., Lieben Königswarter, Emile Nölting & Co., Wm. O’Swald, M. M. Warburg & Co., Theodor Wille, C. Woermann in Altona und Hamburg, Mendelssohn & Co. in Berlin, B. H. Goldschmidt in Frankfurt am Main und L. E. Amsinck & Co. in New York. Die Bank nimmt am 25. April die Geschäftstätigkeit auf. Ihre erste Bilanz vom 31. Dezember 1870 weist eine Summe von 6,13 Mio Banco-Mark (etwa 9,2 Mio Mark) auf. |
1871 | Im November entsteht die Hamburg-Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft („Hamburg-Süd“) unter Mitwirkung der Commerz- und Disconto-Bank. |
1873 | Die London and Hanseatic Bank in London beginnt ihre Tätigkeit. Die Commerz- und Disconto-Bank hält mehr als die Hälfte des nominalen Kapitals in Höhe von 666 000 Pfund. Die dauernde Beteiligung existiert bis zum Ersten Weltkrieg. Infolge der wirtschaftlichen Krise nach der Reichsgründung muss auf die Auszahlung einer Dividende verzichtet werden. |
1878 | Mit der Platzierung der 5 % Göteborger Stadtanleihe von 1878 tritt die Commerz- und Disconto-Bank erstmals als selbständiges Emissionshaus auf. |
1881 | In Berlin errichten deutsche und österreichische Banken die Nationalbank für Deutschland. Die Commerz- und Disconto-Bank übernimmt 10 % des Aktienkapitals (= 4 Mio Mark). |
1893 | Die Commerz- und Disconto-Bank beteiligt sich an dem Konsortium zur Umwandlung von Schuckert & Co. in die Elektrizitäts-Aktiengesellschaft vorm. Schuckert & Co., Nürnberg. |
1894 | Mitwirkung an der Gründung der Hamburgischen Electricitäts-Werke, Hamburg. |
1897 | Übernahme des Frankfurter Bankhauses J. Dreyfus & Co. mit seiner Berliner Niederlassung und Weiterführung als Filialen. Die Bank verzichtet daher seit 1898 auf den Namenszusatz „in Hamburg“. |
1899 | In Berlin wird im April die erste Depositenkasse der Bank eröffnet – zentral gelegen in der Jerusalemer Straße am Hausvogteiplatz. |
1900 | Auch im Raum Hamburg beginnt die Commerz- und Disconto-Bank, Depositenkassen zu errichten: Den Anfang macht St. Pauli. |
1904 | Die Frankfurter Filiale wird zum 1. Januar wieder in die Firma J. Dreyfus & Co. umgewandelt; die kommandistische Beteiligung der Commerz- und Disconto-Bank in Höhe von 3 Mio Mark endet vertragsgemäß im Jahr 1908. |
1905 | Die Berliner Bank wird übernommen. Zu diesem Zweck erhöht die Commerz- und Disconto-Bank ihr Kapital um 35 Mio auf 85 Mio Mark. Das ehemalige Gebäude der Berliner Bank an der Ecke Behrenstraße 46/Charlottenstraße 47 entwickelt sich zur neuen Zentrale der Bank. Bis zum Ersten Weltkrieg wächst das Depositenkassennetz in Berlin auf 44 Stellen. |
1917-1923 | Übernahme von rund 40 Bankinstituten sowie zahlreiche Filialgründungen, u. a. in Bremen, Danzig, Dortmund, Essen, Frankfurt am Main, Köln und München. |
1920 | Fusion mit der Mitteldeutschen Privat-Bank in Magdeburg. Im Juni des Jahres erhöht die Commerz- und Disconto-Bank ihr Kapital um 115 auf 200 Mio Mark; hiervon dienen 60 Mio Mark zum Umtausch der Aktien der Mitteldeutschen Privat-Bank im Verhältnis 1:1. Durch den Zusammenschluss nimmt die Zahl der Geschäftsstellen um fast 100 auf 284 zu, vor allem in Sachsen-Anhalt, in Sachsen und in Thüringen. Um die Bedeutung des Vorgangs hervorzuheben, ändert die Commerz- und Disconto-Bank ihren Namen in Commerz- und Privat-Bank. |
1923 | Die Commerz- und Privat-Bank erwirbt Beteiligung an der N.V. Hugo Kaufmann & Co.’s Bank in Amsterdam sowie an der Rigaer Internationalen Bank in Riga. |
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